Mähroboter nicht nachts laufen lassen: Gefahr für Igel und Co


Weil sie nicht so laut sind und weil weder Kleinkinder noch Haustiere in der Nähe sein sollen, lassen viele ihren Mähroboter nachts durch den Garten fahren. Doch die Nutzung eines Mähroboters bei Nacht birgt noch weitere Gefahren, nämlich für nachtaktive Tiere, für Igel und Co. Auch für die Insekten, die im Rasen wohnen, birgt ein Mähroboter – vor allem wenn er sehr häufig auf Mission geschickt wird – eine bestandsbedrohende Gefahr. Im Umkehrschluss haben Igel und andere Tiere damit keine Nahrungsgrundlage mehr in Gärten mit Mährobotern.

Mähroboter nicht gänzlich unbeaufsichtigt lassen

mähroboter nacht igel gefahr tiere unbeaufsichtigt 2Wie im letzten Beitrag schon aufgeführt, so lassen sich moderne Mähroboter per App steuern. Einige können sogar von unterwegs angeschaltet sowie auf ihre Mähmission geschickt werden. Andere Modelle müssen persönlich aktiviert werden, geben aber per SMS oder anderer Nachricht Bescheid, wenn es einen Zwischenfall gibt. Doch dann ist es bereits zu spät und entweder der Mähroboter ist in einer Ecke eingekeilt, beschädigt oder hat etwas aus der Natur erwischt – einen Ast, einen hartnäckigen Maulwurfshügel oder doch ein Tier.

 

Igel sind von Mährobotern besonders gefährdet

Da Mähroboter unbeliebte Arbeit abnehmen und einem Zeit verschaffen sollen, gehen immer mehr Nutzer dazu über, die Geräte nicht zu beaufsichtigen. Da aber auch Haustiere und kleine Kinder nicht in der Nähe der Mähroboter sein sollten, werden die Gartenhelfer nachts losgeschickt – dann wenn Kind und Kegel, Mann und Maus im Haus oder in der Wohnung sind. Doch dann kommen sich Igel und Mähroboter viel häufiger in die Quere. Das Schlimme daran: Der Igel rollt sich bei Gefahr zusammen und läuft nicht weg; seine Stacheln aber halten den Mähroboter nicht auf.

Offizielle Informationen und Daten vom LBV

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) hat unter anderem eine Pressemitteilung herausgegeben, in dem es nicht vorrangig um Vögel, sondern um Igel und Mähroboter geht. Darin heißt es unter anderem: „Rasenmähroboter machen das Leben vielleicht kurzzeitig bequemer, doch die Artenvielfalt hat in Robotergärten keine Chance mehr. Die Geräte sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Igel und andere Gartentiere“, erklärt Martina Gehret. Bestätigt werden die Naturschützer des LBV durch Zahlen aus der Schweiz. „Im vergangenen Jahr wurden zu uns 20 durch Rasenroboter verletzte Igel gebracht.“, so Erika Heller, die Leiterin der Igelstation in Winterthur, gegenüber dem LBV.

Fazit zum Thema Mähroboter und Igel

mähroboter nacht igel gefahr tiere unbeaufsichtigtMähroboter sind eine klasse Sache, wenn man seinen Rasen automatisch trimmen lassen will und die Zeit dafür anderweitig nutzen möchte. Allerdings sollte man die Geräte am Tag laufen lassen und auch zugegen sein. Befindet man sich im Haus oder beim Nachbarn, dann kann man zudem ab und an nach dem Gerät sehen. Sind Haustiere und Kinder im Haushalt, können diese dort belassen und für die Mähzeit abseits vom Garten beschäftigt werden. Nachts sollte auch der Mähroboter ruhen; und dem natürlichen Treiben im Garten inkl. dem Igel seinen sicheren Lauf lassen.